Lesende Schule

Leitgedanke unserer Schule
Wir gestalten gemeinsam unsere Schule als Lern-, Lebens- und Erfahrungsraum, in dem sich Schüler, Lehrer und Eltern wohlfühlen können. Wir entwickeln unsere Schule zu einem „Haus des Lernens“.

Lernkompetenz aufzubauen ist das zentrale Ziel im „Haus des Lernens“.
Dabei soll Lernen als ganzheitliches, umfassendes Geschehen verstanden werden. Hierzu gehören neben dem Lernen als Erwerb von Wissen und Können auch soziales und moralisches Lernen und das Einüben von Handlungskompetenzen.

Zum Aufbau der Lernkompetenz gehört untrennbar der Aufbau von Lesekompetenz
als Schlüsselkompetenz im Sinne erfolgreicher schulischer und beruflicher Lebensbewältigung.

Der Teilstandort Oetinghausen sieht sich als „lesende Schule“, in der die Förderung der Lesekompetenz, insbesondere der Informations-, bzw. Sinnentnahme beim Lesen als durchgängiges Unterrichtsprinzip im Schulprogramm verankert ist.

Konzept zur Entwicklung und Förderung der Lesekompetenz am Teilstandort Oetinghausen

Schritte auf dem Weg zur „lesenden Schule“

  • Klassenbüchereien:
    Alle Klassen besitzen eine kleine altersentsprechende Klassenbücherei.
  • Leseecken:
    In der Pausenhalle und in der Bibliothek sind Leseecken eingerichtet, die jeweils in den Pausen und vor Unterrichtsbeginn von den Klassen 1 und 2 bzw. 3 und 4 benutzt werden können.
  • Schülerbibliothek:
    Eine Schülerbibliothek mit Ausleihe ist eingerichtet und wird sukzessive mit neuen Büchern ausgestattet. Die Ausleihe wird an zwei Tagen durch ehrenamtlich tätige Eltern (Montag und Donnerstag) durchgeführt.
  • Offener Unterrichtsbeginn als Lesezeit:
    Die Leseecken und die Bibliothek werden täglich ab 7:00 Uhr für interessierte Kinder zum Lesen geöffnet.
  • Eltern lesen Kindern vor:
    Montags lesen Eltern unserer Schule in unserem gemütlich eingerichteten Vorleseraum Kindern des 1. Schuljahres Kinderliteratur vor.
  • Lesevitrine:
    In der Pausenhalle steht eine Glasvitrine, in der pro Klassenstufe je ein spannendes Buch zum Weiterlesen liegt.
  • Projektwoche:
    Im Vierjahresrhythmus wird eine Projektwoche zum Thema „Lesen, Literatur, Buch,“ durchgeführt, so dass jeder Schüler in seiner Grundschulzeit einmal daran teilnehmen kann.
  • Lesewettbewerb:
    Einmal im Schuljahr soll ein schulinterner Lesewettbewerb (nach Klassenstufen differenziert) stattfinden. Die Gewinner erhalten Buchpreise.
  • Gemeindebücherei:
    Regelmäßige Büchereibesuche mit allen Klassen werden durchgeführt.
  • Morgenkreis:
    Der übliche Morgenkreis soll vermehrt als „Vorlesezeit“ durch Schüler genutzt werden.
  • Geburtstagsbücher:
    Die Aktion „Geburtstagsbücher statt Naschereien“ soll weiter ausgeweitet werden. Geburtstagskinder spenden an ihrem Geburtstag ein Buch, dass dann zusammen mit allen Kindern der Klasse gelesen wird. Die gespendeten Bücher werden den Klassenbüchereien übereignet.
  • Ganzschriften, Klassenlektüren im Unterricht:
    Durch Klassenlektüren sollen die Schüler Möglichkeiten des sinnvollen Zugangs zu Büchern und Möglichkeiten zur differenzierten kreativen Auseinandersetzung mit Literatur handlungsorientiert kennen lernen.
  • Lesen mit Antolin:
    Seit dem Schuljahr 2009/2010 sind alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule im Leseprogramm „Antolin“ angemeldet.
    Antolin ist ein Internetportal zur Leseförderung vom 1. Schuljahr an.
    Die Schülerinnen und Schüler lesen Bücher und beantworten dann dazu interaktive Fragen im Netz.

 

Mit Hilfe dieser Maßnahmen wollen wir an unserer Schule eine Lesekultur schaffen, denn die Differenziertheit der Lesefähigkeit entscheidet in erheblichem Maße über die Schullaufbahn, die berufliche Qualifikation und somit auch über die Sozialisation.

Auch die Nutzung der Medien Computer und Internet setzt eine ausgeprägte Lesefähigkeit voraus. Die Kinder unserer Schule sollen befähigt werden, nicht passiv konsumierend, sondern aktiv, bewusst auswählend und kritisch hinterfragend mit Medien umzugehen. Besondere Beachtung erfährt der Bereich der Informationsbeschaffung als eine Arbeitstechnik zur Erschließung von Realität.
Durch grundlegende, handlungsorientierte und gemeinsame Erfahrungen mit Natur, Umwelt, Kunst und Musik soll jedoch auch ein stabiles Gleichgewicht zur immer stärker alle Lebensräume durchdringenden Medienwelt für alle Schülerinnen und Schüler geschaffen werden.