Deutsch

Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder dem Schüler erbrachten Leistungen.
Als Leistungen werden nicht nur Ergebnisse, sondern auch Anstrengungen und Lernfortschritte bewertet. Auch in Gruppen erbrachte Leistungen werden berücksichtigt.

Die Zeugnisnote im Fach Deutsch setzt sich aus folgenden Bereichen mit der jeweiligen Gewichtung zusammen:

Bereich 1: Sprechen und Zuhören (ca. 20%)
Hierzu zählen u.a.

  • Verstehend zuhören
  • Gespräche führen
  • Zu anderen sprechen
  • Szenisch spielen

Bereich 2: Schreiben (50 %)
Schuleingangsphase

  • Über Schreibfertigkeiten verfügen
  • Richtig schreiben ( Überprüfung durch verschiedenste Rechtschreibübungen)
  • Texte situations- und adressatengerecht verfassen

Da am Ende von Klasse 2 (im Versetzungszeugnis nach Klasse 3) Noten erteilt werden müssen, werden die Kinder im 2. Halbjahr bei schriftlichen Lernzielkontrollen allmählich an die Notenstufen herangeführt. Ab Notenstufe  „mangelhaft“ und „ungenügend“ -  werden die Leistungen in einem Text beschrieben.

Klasse 3

  • Über Schreibfertigkeiten verfügen
  • Richtig schreiben (Überprüfung durch verschiedenste Rechtschreibübungen)
  • Texte situations- und adressatengerecht schreiben

Klasse 4

  • Über Schreibfertigkeiten verfügen
  • Richtig schreiben (Überprüfung durch verschiedenste Rechtschreibübungen)
  • Texte situations- und adressatengerecht verfassen

Im Teilbereich „Texte situations- und adressatengerecht verfassen“ werden im 3. und 4. Schuljahr pro Halbjahr 2 Texte mit Überarbeitung ins sog. „Aufsatzheft“ übertragen.
Im 3. Schuljahr werden dafür zwei Schulstunden verwandt, im 4. Schuljahr zum Ziel –45 Minuten im 2. Halbjahr- hingearbeitet. Die Überarbeitungen fallen im 2. Halbjahr des 4. Schuljahres weg.
Weiter werden in jedem Schuljahr diverse Texte unterschiedlichster Textformen für die
„Geschichtenmappe“ verfasst.

Dazu haben wir uns für folgende Schwerpunkte entschieden, die je nach Unterrichtsgestaltung ausgewählt werden können:

  • Fabel
  • Personenbeschreibung
  • Vorgangsbeschreibung – Arbeitsanleitung – Rezept
  • Bildergeschichte
  • Reizwortgeschichte
  • Berichterstattung
  • Nacherzählung
  • Literaturprojekt

Bewertet werden z. B. folgende Kriterien:

  • über Schreibfertigkeiten verfügen
  • Texte planen
  • Texte schreiben
  • Texte überarbeiten
  • richtig schreiben

Bereich 3: Lesen – mit Texten und Medien umgehen (ca. 30%)
Hierzu zählen u.a.

  • über Lesefähigkeiten verfügen
  • über Leseerfahrungen verfügen
  • Texte erschließen
  • Lesestrategien nutzen
  • Texte präsentieren
  • mit Medien umgehen

Bereich 4: Sprache und Sprachgebrauch
Dieser Kompetenzbereich fließt in die drei anderen Kompetenzbereiche mit ein.
Bewertet wird hier z.B.:

  • sprachliche Verständigung untersuchen
  • an Wörtern, Sätzen und Texten arbeiten
  • grundlegende sprachliche Strukturen und Begriffe kennen und anwenden
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Sprachen entdecken

Überarbeitungsverfahren

Beispielsätze:
Ein Mann geht schnell zum Fenster.
Er ruft: „ Peter, komm bitte zum Essen!“

1. Umstellprobe (UP) / Klangprobe

z.B. Schnell geht ein Mann zum Fenster.

2. Ersatzprobe (EP)
(Wortfelder) In die Ersatzprobe werden alle sinntragenden Wörter einbezogen, nicht die strukturierenden Wörter.

z.B.
Mann … geht … schnell … Fenster
Vater … rennt … rasch … Ausguck
Herr … eilt … zügig … Bullauge
Kerl … läuft … eilig …

3. Erweiterungsprobe (EWP)

z.B.
Ein … Mann … geht … schnell … zum … Fenster.
… dicker … mit Bart … gestern … kleinen
… alter …  …  …  …  … heute …  …  …  … offenen
…  …  …  … hungriger …  …  … wütend …  … geschlossenen

4. Weglassprobe (WP)

Überflüssige Wörter oder Satzteile werden weggelassen.

5. Umformungsprobe (UFP)

z.B.
„... komm endlich essen!“
„... kommst du endlich zum Essen!“